Kryptokalypse 5/10 Die besondere Begegnung

Shownotes

Folge 5: Zu Besuch beim Quantencomputer

In den ersten vier Folgen haben wir Anaram und Alice auf ihrer Reise durch die Welt der Quantentechnologie begleitet. Dabei ging es um große Chancen, mögliche Gefahren für unsere digitale Sicherheit und natürlich um die geheimnisvolle Zahl 100.000. In Folge 4 wurde das Rätsel schließlich gelöst: Dahinter verbirgt sich ein Quantencomputer mit 100.000 Qubits.

Zu Beginn der Folge spricht Host Marcel Roth mit Autor Jens Hüttenberger über das Jahr 2039, in dem die Geschichte spielt, und darüber, welche Aufgaben Quantencomputer in Zukunft übernehmen könnten. Außerdem geht es um die popkulturellen Anspielungen der Folge – von „Per Anhalter durch die Galaxis“ bis zu „Star Wars“.

Im anschließenden Hörbuchteil wird die Zukunft für Alice plötzlich greifbar: Sie besucht das Unternehmen, das den Quantencomputer entwickelt hat. Schon am Eingang warten strenge Sicherheitskontrollen und ein ziemlich wehrhafter Roboter namens Q2D2. Hinter den gesicherten Türen kommt Alice dem Rechner und den Menschen, die mit ihm arbeiten, so nah wie nie zuvor.

Was kann eine solche Maschine wirklich leisten? Wie schützt man eine Technologie, die enorme Chancen eröffnet, aber auch großen Schaden anrichten könnte? Folge 5 verbindet einen spannenden Blick hinter die Kulissen mit Zukunftstechnologie, Humor und jeder Menge Popkultur.

Transkript anzeigen

00:00:05: Der Podcast der Cyberagentur.

00:00:07: Veranhalter durch den Cyberraum

00:00:11: Forschung für übermorgen.

00:00:15: Hier spricht die Zukunft, denn wir wissen dass es bald ein Buch geben wird und ihr könnt das hier hören bevor es überhaupt fertig ist.

00:00:21: Das buch.

00:00:22: alle vier wochen hörte hier Ausschnitte aus dem buch der zukunft Denn wir sind hier auf unserem Podcast-Kanal per Anhalte durch den Cyberraum schneller als jede Druckerei und auch Jens ist wieder hergeflitzt.

00:00:31: Hi, Jens!

00:00:32: Hallo Marcel!

00:00:33: Jens

00:00:33: Hüttenberger arbeitet am Science Fiction Roman für die Cyberagentur aus Halle Und im Buch selbst geht es natürlich um die Zukunft und das Szenariumbuch ist... Das hast du uns dann ja dankenswetterweise in der letzten Folge verraten.

00:00:45: Es gibt ein Quantencomputer mit hunderttausend Q-Bits Jens, im Buch um welches Jahr geht's noch mal?

00:00:51: Mit zwanzig neun treißig, im Wesentlichen.

00:00:53: Warum gerade

00:00:54: das?!

00:00:55: Ja, die Zahl neun-dreißig oder neunundachtzig hat ja in Deutschland schon eine gewisse Relevanz sag ich mal.

00:01:03: und ich dachte wenn jetzt sowas neu spektakuläres wie ein Quantencomputer der uns Probleme aber auch große Chancen bietet kommt dann will ich da gerne so einen Bezug herstellen.

00:01:15: Das ist wie auch das Stichwort Revolution im letzten Ausschnitt?

00:01:18: Neunundachzig!

00:01:21: Aber

00:01:21: ich glaube, jetzt müssen wir einmal kurz festhalten.

00:01:24: Also Quantencomputer selbst wenn sie da sind die lösen ja die herkömmlichen Computern nicht ab oder?

00:01:29: Nein Sie sind für bestimmte Probleme konzipiert.

00:01:32: Wir werden weiter Netflix über unseren normalen Computer.

00:01:36: Gott sei Dank!

00:01:37: Oder einen anderen Streaming-Dienst.

00:01:38: Ich weiß nicht, wir sind hier hype öffentlich.

00:01:40: Die ARD

00:01:41: hat auch eine sehr gute Mediathek und Arte.

00:01:43: Ja genau,

00:01:44: genau.

00:01:45: Ganz eine Geschichte muss ihr noch erzählen Krypto-Kalyps ist der Arbeitssiegel.

00:01:49: Wir haben deutlich hier im Studio auch gesessen und haben eine andere Folge aufgenommen.

00:01:53: Und da gab es einen schönen Versprecher, nicht Kryptokalypse sondern Kryptokolüse.

00:01:57: Ja

00:01:58: ich fand's lustig!

00:01:59: Auf der einen Seite ich fand das aber auch nicht lustig, das passt dann wieder ins Quantenthema ne?

00:02:03: Aber Kryptolüsse klingt auch so nach einem chemischen Vorgang irgendwie, nach etwas was Wissenschaftler vollständig verstanden haben... Ich würde Krypto-Kaluse jetzt vorschlagen.

00:02:16: Apokalypse, obwohl wir wissen ja gar nicht ob sie kommt.

00:02:19: Oder das

00:02:20: ist auch immer nur ein Arbeitssiedel?

00:02:22: Ja,

00:02:22: es ist nur eine Arbeitssitzel.

00:02:23: In den letzten Folgen habe ich behauptet in unserem heutigen Ausschnitt wird so ein bisschen popkulturell.

00:02:28: Du warst ein bisschen skeptisch und bist gespannt was Lüder Herms jetzt unsere tolle Sprechen daraus gemacht hat.

00:02:34: Wie immer bin ich sehr gespannt weil der Text sich einfach anders anhört wenn Sie ihn vorliest als wenn ich ihn in meinem Kopf höre.

00:02:41: Worum geht's?

00:02:42: Es geht um einen Besuch beim Unternehmen, bei dem Unternehmen das den Quantencomputer entwickelt hat.

00:02:49: Genau und da werden wir mal dieses Unternehmen kennenlernen.

00:02:52: Und ich achte noch einmal darauf ob ich da jetzt Papkultur höre?

00:02:54: Ja mach' das!

00:02:58: Alice Fröstelte Das erste Mal seit Monaten.

00:03:02: In München war es deutlich kühler als in Köln dass sie morgens mit dem Zug verlassen hatte.

00:03:07: Sie zog den Reißverschluss ihrer Strickjacke hoch und stapfte zur Bushaltestelle.

00:03:12: Das Gebäude des Quantenunternehmens quasi befand sich etwa eine halbe Stunde außerhalb des Zentrums in einem alten Industriegebiet.

00:03:21: Nur noch alte Backsteinmauern ließen erahnen, dass hier vor Jahrzehnten mal etwas produziert wurde.

00:03:28: Nun war es ein Innovations-Hub.

00:03:30: KI Firmen, Drohnenentwickler – Ein Forschungslabor für Fusionsreaktoren und das Quanten-Unternehmen.

00:03:39: Überall waren Kameras, überall Wachroboter.

00:03:42: Überwachungsdrohnen schwirrten in der Luft.

00:03:45: Sie erreichte den Haupteingang und klingelte an einem Stahltor, »Bitte«, hörte sie eine Stimme aus der Sprechanlage.

00:03:53: Alice nannte ihren Namen und sagte, sie hätte einen Termin mit Justus.

00:03:58: Wir holen sie ab!

00:04:00: Alice fragte sich, wann sie zum letzten Mal gesiezt worden war – es musste kurz nach ihrem Studium gewesen sein….

00:04:08: Es dauerte eine Ewigkeit, bis das Tor sich öffnete und ein Wachmann in dunkelblauer Uniform am Eingang erschien.

00:04:16: Ihren Ausweis bitte!

00:04:19: Sie öffnet ihre Ausweisapp und zeigte dem Mann ihr Smartphone.

00:04:23: Der Mann nickte und hielt ihr die Tür auf.

00:04:27: Bitte folgen sie mir!

00:04:29: Er deutete auf einen gelb markierten Weg der über eine große Freifläche zu einer alten Fabrikhalle führte.

00:04:36: Hier wurden früher Lacker produziert, sagte der Wachman.

00:04:40: Die Markierungen sind noch von damals.

00:04:43: Eigentlich haben sie keine Funktion mehr, aber wir haben die Anweisung auf dem Weg zu

00:04:47: bleiben.".

00:04:48: Alice nickte verständnisvoll.

00:04:51: Sie blickte sich um und erahnte den Grund.

00:04:54: Der Weg entlang der Mauer war alle paar Meter mit Kameras bestückt, die den markierten Bereich erfassten.

00:05:00: Über den freien Platz – zu Fabrikzeiten wahrscheinlich die ehemalige Ladezone für die LKWs – rollte ein kleiner Roboter.

00:05:09: Sie wunderte sich über die hohen Sicherheitsvorkehrungen.

00:05:12: Q-Zwo D-ZWo?

00:05:14: Den Namen hat sich ein Geschäftsführer ausgedacht, naja, sagte der Wachmann Schmunzelt als er sah dass Alice dem Roboter mit den Augen folgte.

00:05:24: Er ist mein bester Mitarbeiter macht nur einmal am Tag Pause wenn er nachts geladen wird jammert nicht und isst mir meinen Mittagessen nicht weg.

00:05:33: Alice grenzte.

00:05:35: Süß!

00:05:36: sagte sie kann er auch hüpfen?

00:05:39: Die Maschine erinnerte sie an einen Basketball.

00:05:42: Hüpfen nicht gerade, aber hoppeln!

00:05:45: Ich rufe ihn mal.

00:05:47: Der Wachmann schnappte sich sein Smartphone, öffnete eine App und sprach... Kuzwo Dezbo?

00:05:53: Komm!

00:05:55: ...der Roboter drehte sich um die eigene Achse und setzte sich geräuschlos in Bewegung.

00:06:00: Der hört ja auf seinen Namen.

00:06:02: Besser als mein Hund hätte er ein Fell würde ich die beiden austauschen.

00:06:07: Ist natürlich nur Spaß.

00:06:09: Der Roboter rollte zu den beiden, die an der Mauer warteten.

00:06:13: Bevor er sie erreichte überquerte er einen alten Bordstein.

00:06:17: Ohne Probleme nahm er die Hürde.

00:06:20: Er haubste ein bisschen über den Ausfalt.

00:06:21: – Ist der bis sich?

00:06:24: fragte Alice nach als er nur noch einige Meter von ihnen entfernt war.

00:06:28: – Bis ich nicht!

00:06:30: Aber ich würde mich nicht mit ihm anlegen.

00:06:32: Er kann schießen… Nicht ein Ernst.

00:06:36: Alice hatte keine Lust wieder mit dem Sitzen anzufangen Fügt aber schnell hinzu, sie können mich ruhig duzen.

00:06:43: Der Wachmann nickte.

00:06:45: Doch?

00:06:46: Siehst Du diese kleine blaue Klappe?

00:06:49: Eine Schießscharte.

00:06:50: Bei Bedarf klappt sie auf und ein kleines Gewehr schaut heraus, zwanzig Schuss oder so.

00:06:55: Das Gerät wurde ursprünglich fürs Militär entwickelt Ich habe es aber noch nie in Aktion gesehen.

00:07:02: Ich haffe Q-Zwo D-ZWo schäst nur auf Befehl Und wenn ihm die Nase nicht passt Also freundlich lächeln.

00:07:10: Sonst kann ich für nichts garantieren.

00:07:13: Alice zog die Augenbrauen hoch und setzte ein schiefes Lächeln auf.

00:07:18: Ist ein Witz!

00:07:19: Wir deaktivieren die Funktion tagsüber, also keine Sorge... Aber nachts ist der Bach unscharf.

00:07:26: Verrückt?

00:07:27: Jetzt will ich ihn nicht mehr streicheln.

00:07:29: Wege sagt….

00:07:31: Der Roboter isst pflegeleicht unzahm.

00:07:33: Nicht wahr, Q-Zwo D-ZWo?

00:07:36: Die Kugel reagierte nicht, sondern blieb etwa einen Meter vor den beiden stehen.

00:07:42: Alice hatte das ungute Gefühl, dass die Maschine sie anstarnte.

00:07:46: Obwohl der Roboter im Gegensatz zu seinem Namensverwandten keine humanoiden Züge aufwies.

00:07:53: Mindestens acht Kameras, die an verschiedenen Stellen angebracht waren, scänden die Umgebung.

00:07:59: Ein Fußball wirkte menschlicher.

00:08:02: Alice fröstelte es noch mehr.

00:08:04: Sie zog ihre Jacke zu.

00:08:08: Der Wachmann und Alice setzten ihren Weg fort.

00:08:11: Nach zwei Minuten erreichten sie den Eingang des Gebäudes einen vorgelagerten Bau, der früher wahrscheinlich mal der Verwaltungssitz war.

00:08:20: Ein Coachlos sicherte die Tür.

00:08:23: Der Wachmann tippte eine vierstellige Zahl ein und hielt dann einen Transponder an das Zahlenfeld.

00:08:29: Alish versuchte, die Zahlenkombination zu erhaschen – doch der Wachman deckte das Feld ab!

00:08:36: Du kannst hier Platz nehmen.

00:08:38: Der Geschäftsführer holt dich gleich ab.

00:08:42: Kurz darauf erschien Justus.

00:08:44: Ein schlanker Mann mit dichtem weißen Haar dass er nach hinten gekämmt und mit Wachs fixiert hatte.

00:08:50: Sein Mund und seine Augen waren mit kleinen Fältchen umgeben, typisch für einen Menschen der viel lachte.

00:08:57: Er strahlte eine Zufriedenheit aus die ansteckend war – sie gaben sich die Hand!

00:09:03: Schön das du da bist!

00:09:05: Khalid und Kuzwo Dezbo hast du schon kennengelernt?

00:09:09: Er blickte in Richtung des Wachmans, der freundlich nickte.

00:09:12: Nun übernehme ich und zeige dir unseren Schatz.

00:09:15: In seinem Büro angekommen Drückte der CEO Alice einen kleinen Glasblock in die Hand, in den ein Chip eingegossen war.

00:09:24: Unser erster Ionen-Chip sagte er – unser Heiligtum!

00:09:29: Du bist ja selbst an der Uni.

00:09:30: Solche Projekte an einer Hochschule voranzutreiben ist unmöglich.

00:09:34: Alleine die Ausschreibungen und die Vergaben, ein Disaster.

00:09:38: Vom Patentrecht möchte ich gar nicht

00:09:39: reden.".

00:09:40: Daher beschlossen er eine Kollegin und ein befreundeter Professor aus Dänemark das Unternehmen zu gründen gefördert vom Land und dem Bund, die große Hoffnungen in die Technologie setzten.

00:09:52: In den ersten Jahren waren sie mehr oder weniger zu dritt.

00:09:56: Wenn mal mehr Fördergelder flossen, stellten Sie eine Projektmanagerin oder einen Forschungsassistenten ein.

00:10:03: Die Forschung und Versuche betrieben sie an der TU München bis sich die Erfolge abzeichneten.

00:10:09: Anfangs hieß das Unternehmen Millieways wie das Restaurant bei per Anhalter durch die Galaxis Milliarden Wege.

00:10:17: Aber das fanden die Geldgeber Albern und außerdem gab es namensrechtliche Bedenken.

00:10:21: Beim Rechner gab es glücklicherweise keine Einwände.

00:10:24: Hard of Neop, nach dem Raumschiff Hard Of Gold im Buch.

00:10:29: Wieso?

00:10:29: Wenn ich fragen darf... Fanden wir passend!

00:10:32: Ich weiß nicht ob du das Buch kennst.

00:10:34: HardofGold trägt den unendlichen Unwahrscheinlichkeitsantrieb in sich.

00:10:39: Nichts weniger leistet HardOfNeop Er treibt das unwahrscheinliche voran.

00:10:44: Rechen-Operationen jenseits unserer Vernunft, sagte er voller Stolz.

00:10:50: Neob?

00:10:52: Eines der wichtigsten Metalle im Rechner!

00:10:54: Teurer und seltener als Gold.

00:10:57: Alice betrachterte den Chip von allen Seiten, legte ihn auf den Tisch und schob ihn zum CEO hinüber.

00:11:04: Wenn du willst, zeige ich dir den Ionencomputer.

00:11:08: Gerne, antwortete Alice.

00:11:11: Justus stand auf, Alice folgte ihm.

00:11:14: Nie ob befindet sich in der ehemaligen Produktionshalle.

00:11:18: Wir nennen ihn zwar mobilen Quantencomputer, aber der Begriff ist relativ.

00:11:23: In deinem Rucksack kannst du ihn nicht verstauen wenn du mit dem Ding abhauen möchtest.

00:11:28: Er lächelte verschmitzt um zu zeigen dass er einen Schatz gemacht hat.

00:11:32: Schade!

00:11:33: Sofste Alice aufgesetzt.

00:11:36: Das war genau meine Absicht.

00:11:38: Ich hätte da so einige Ideen.

00:11:40: das glaube ich dir gerne.

00:11:42: Den Rucksacks musst Du sowieso hier lassen Aber für euer Forschungsprojekt steht nie ob offen.

00:11:47: Um was geht es eigentlich?

00:11:49: Um eine Weiterentwicklung von Grover's Algorithmus, besser gesagt um einen speziellen Anwendungsfall.

00:11:55: Wir wollen Kollisionsprobleme von Haschfunktionen mit dem Algorithmos minimieren, um so Konflikte bei Speicherplätzen zu vermeiden.

00:12:03: Spannend?

00:12:04: sagte Justus.

00:12:06: Von der Möglichkeit habe ich nur gehört, keiner aber niemanden, der daran arbeitet.

00:12:10: Ich wusste gar nicht dass sich Claudia damit beschäftigt.

00:12:14: Sie kennen meine Chefin?

00:12:16: fragte Alice erstaunt nach, flüchtig von Konferenzen.

00:12:20: Es ist auch eher mein Steckenpferd!

00:12:22: Als Doktor Andern habe ich daran gearbeitet.

00:12:24: Als ich jetzt erfahren habe das es jetzt die Möglichkeit gibt den Algorithmus ausrechnen zu lassen, habe ich die Arbeit wieder aufgenommen.

00:12:31: Claudia unterstützt mich darin.

00:12:34: Verstehe... Das könnte für Serverfarmen interessant sein.

00:12:38: Das hoffe ich.

00:12:39: sie könnte so wahrscheinlich Ressourcen und Energie schonen Und ihren Geldbeutel sagte Justus konspirativ.

00:12:48: Der direkte Weg zu ihren Herzen und zum mehr Klimaschutz, der Geschäftsführer lächelte nickend.

00:12:55: Er öffnete eine schmale Tür die direkt in den Hof führte.

00:13:00: mit einer Geste deuterte er an das der Quantencomputer auf der anderen Seite stand.

00:13:05: Alice sah einen einstöckigen Backsteinbau mit Schädtach.

00:13:10: vor dreißig Jahren wurden in der Halle Rostschutzfarben produziert um die alte Welt vor Erosion zu bewahren.

00:13:16: Jetzt wird hier die neue Welt berechnet.

00:13:19: Ich finde es ironisch, bemerkte Justus.

00:13:23: Ganz ohne Stahl werden wir in der neuen Welt auch nicht

00:13:26: auskommen.".

00:13:28: Justus zuckte mit den Schultern.

00:13:30: Der Eingang zum Gebäude war erneut mit einem Zahlencode und Transponder gesichert.

00:13:35: Sie standen in einem kleinen fensterlosen Vorraum von dem zwei Türen abgingen – eine historische mit Ornamentglas, die offensichtlich im Büro ging … Und eine Staltür!

00:13:47: Dahinter verbirgt sich die Revolution, sagte Justus mit einem Lächeln und zeigte auf die Stalltür.

00:13:55: Im Augenblick sitzen Elias unser Quantencoder und gritt die zweite Geschäftsführerin am Rechner.

00:14:01: Wir testen eine neue Software – aber wir können sie sicherlich kurz stören!

00:14:08: Justus ging zur Stalltür, gab erneut einen Code ein, liegte sein Kinn auf die Halterung eines Augenmessgeräts und aktivierte den Scan.

00:14:18: Ihre Scan?

00:14:19: fragte Alice.

00:14:21: Wessar?

00:14:23: Emo-Control.

00:14:25: Justus sah Alice verwirrt das Gesicht, nachdem der Messvorgang abgeschlossen und die Tür aufgesprungen war.

00:14:31: Der Türöffner reagierte auf Pupillenreaktionen.

00:14:34: Ich bekomme ein Foto von meinem Gesicht gezeigt – und ein Sensor misst meine Pupilenbewegungen!

00:14:40: Du musst wissen, dass jeder Mensch auf sein eigenes Bild eine spezielle Reaktionszeit hat, die man nicht imitieren kann.

00:14:46: Das Gerät misst die Zeit und authentifiziert den Besucher Und das funktioniert?

00:14:52: Bis jetzt bin ich jedes Mal reingekommen.

00:14:54: Am Anfang hat es ab und zu gehakt, aber mittlerweile kennt das Gerät meine Emotionen.

00:15:00: Er ist demonstrativ die Augen nach oben um einen erstaunten Blick zu simulieren.

00:15:05: Alice lächelte höflich.

00:15:08: Das System ist absolut manipulationssicher.

00:15:11: Da hast eine gewisse Trainingsphase benötigt und sich die Fotos nur vom Computerraum aufspielen lassen.

00:15:17: Es gibt keine Verbindung zur Außenwelt.

00:15:20: Für Russische und chinesische Hacker ein Albtraum.

00:15:23: In den Raum kommen nur fünf Menschen, ziemlich viel Sicherheit für einen kleinen Computer.

00:15:29: Das Gerät in falschen Händen kann großen Schaden anrichten, sagte Justus und hielt ihr die Tür auf.

00:15:36: Und außerdem wollen wir unsere Technologieführerschaft nicht einfach preisgeben.

00:15:41: Endlich ist Deutschland mal ganz vorne.

00:15:44: Der knapp dreißig Quadratmeter große Computeraum war schwach beleuchtet.

00:15:48: In der Mitte stand ein dreimal drei Meter großer schwarzer Kasten, erklärte Elias den Quantencomputer.

00:16:23: In diesem unspektakulären Koffer, so sein Wort befändten sich Tausende Laser- und Vakuumkammern mit denen die Quantengefangen gehalten werden.

00:16:34: Nur dann ließen sie sich programmieren und in Cubits verwandeln.

00:16:39: Die Steuerung liefe über einen klassischen PC.

00:16:42: Das sei seine Aufgabe.

00:16:45: Er ist unser Übersetzer, sagte Gritt.

00:16:48: er übersetzt klassische Programmiersprache in Quantisch Die Sprache der Zukunft.

00:16:54: Ich sehe mich als Zerlegemeister in einem Schlachtbetrieb, erwiderte er scharfshaft.

00:16:59: Mittels der Quantenforiertransformation teile er zeitlich endliche, diskrete Signale in ihre Einzelteile und bilde sie im entsprechenden Frequenzspektrum ab.

00:17:10: So übersetzen wir die Amplitudeninformationen eines Q-Bit Systems in seine Frequennsdomäne Wobei sich uns Phasenbeziehungen in einer Weise offenbaren, die für uns algorithmisch nutzbar ist.

00:17:23: Klingt kompliziert!

00:17:25: Ist es auch?

00:17:27: Zum Glück erledigt das eine Software für uns.

00:17:30: Ich muss nur ein paar Befehle

00:17:31: eingeben.".

00:17:32: Seid ich so

00:17:33: bescheiden?"

00:17:34: sagte Justus.

00:17:35: Gritt ergänzte, dass große Plus von Nihob seien die Rotationsgatter und geometrischen Phasengatter – denn so müssen die Ionen nicht zwingend in ihren absoluten Bewegungsgrundzustand gekühlt werden.

00:17:47: Wir sparen eine Menge Energie und Platz, und optimieren die Fehler-Toleranz.

00:17:52: Ergänzte Elias.

00:17:54: Ich bin beeindruckt, sagte Alice, die nur die Hälfte verstanden hatte.

00:18:00: An Justus Gewand fragte sie Wie läuft eigentlich die Zusammenarbeit ab?

00:18:05: Wir können nicht jedes Mal nach München reisen um an dem Gerät zu arbeiten.

00:18:08: Müß dir nicht!

00:18:10: Ihr könnt den Computer remote steuern antwortete Justus.

00:18:15: Die ganzen Sicherheitsvorkehrungen Und dann eine Remote-Steuerung, das klingt widersinnig für mich.

00:18:22: Alice schaut er demonstrativ in den hermetisch abgeschlossenen Raum bei dem sogar die ehemaligen Fenster des Sheddachs mit Stahlplatten versiegelt waren.

00:18:31: Guter Punkt!

00:18:33: Aber wir haben vorgesorgt – einer von uns muss im Raum sein und den Zugriff authentifizieren.

00:18:39: Ihr bekommt einen physischen Träger, einen Stick mit einem kodierten Sicherheitsschlüsse.

00:18:44: Du pingst uns an Wir verifizieren dich über den Schlüssel und über einen Total Recall Link, der jedes Mal individuell erstellt wird.

00:18:54: Der Stick ist zudem mit einem Zeit- und Standorttracker ausgestattet, der wiederum mit der IP Adresse eures Rechners verknüpft ist.

00:19:02: Ein mögliche Angreifer müsste den Träger besitzen in die Uni einbrechen, dich entführen und zwingen dem Zugriff zu gestatten – nicht zu vergessen!

00:19:10: Der Schlüsse ist natürlich postquantensicher, bemerkte Justus grenzend.

00:19:15: Der Film ist ja schon über vierzig Jahre alt.

00:19:26: Jens?

00:19:28: Hast du uns Hörer da gerade alt genannt?

00:19:31: Ich kenn den auch noch aus dem Kino.

00:19:33: Ja, aber das ist ja auch ein Klassiker.

00:19:34: Dann kann man sich später nochmal anschauen.

00:19:36: Aber lüde dir natürlich wieder Filmreif für deinen Text zum Leben erweckt und ich weiß auch warum du dieses Kapitel jetzt ausgewählt hast.

00:19:42: Du fischst hier im Podcast per anderen durch den Cyberroom nach.

00:19:46: Fans wird das Buch.

00:19:47: Wir haben ja irgendwie gelernt die Art of Gold mit dem unendlichen Unwahrscheinlichkeitsantrieb Millie Ways Reservoir am Ende des Universums und wir haben irgendwie Q-II D II gehört als Analogie zu Star Wars.

00:20:00: Wie wichtig ist denn Popkultur für Technologiebeschreibung?

00:20:05: oder kam das jetzt einfach so, passierte einfach so beim Schreiben?

00:20:08: Eigentlich passierte es einfach so.

00:20:10: ja man ist natürlich auch vorgeprägt und man bringt ja auch immer seine eigenen Leidenschaften und Bücher und seine eigene Musik usw in diese Geschichte mit ein oder auch die T-Shirts der Menschen, die einem gegenüber sitzen gerade und...

00:20:30: Was spielst du denn an?

00:20:31: Ich habe ein großes T-shirt mehr als forty zwei.

00:20:32: Du hast

00:20:33: eine große Tee für mehr als Forty zwei drauf.

00:20:35: Aber da ist ja jetzt die entscheidende Frage.

00:20:37: So sagen Freund oder Feind Star Wars oder Star Trek?

00:20:43: Also ich bin von beiden nicht so der richtige Fan muss ich ehrlich sagen.

00:20:46: aber wenn Star Wars also Star Trek das fand ich dann doch immer zu

00:20:50: lang.

00:20:50: Ja, ich fand Star Trek eigentlich super!

00:20:54: Wir hatten Filmwissenschaftler mal erzählt, Star Wars ist gar kein richtiges Science-Fiction.

00:20:57: Das ist eher Fantasy.

00:20:59: Weil da die Technologie nicht im Vordergrund steht?

00:21:00: Also halt so ein Filmwissen und keine Ahnung.

00:21:02: Ja, aber eben... So ein trodde Sterne ist schon technologisch das Meisterstück wahrscheinlich.

00:21:08: Auch wenn wir es sich haben wollen, genau!

00:21:09: Aber sagen wir mal zu dem Ausstand gerade der Justus, der CEO,

00:21:13: ne?!

00:21:13: Ist das so'n Tech Bro?

00:21:15: Ja, das war ein Professor gewesen an der Uni für Kondensphysik Und das ist natürlich ein Tech Pro.

00:21:21: ja Und sind die, ist der so merkwürdig wie die Tech Bros heute?

00:21:30: Eigentlich nicht genau.

00:21:31: Also das versuche ich ein bisschen darzustellen dass sie nicht so schräg sind also sondern dass es eigentlich ganz normal ist sich mit diesen Themen auseinander zu setzen und... Die ja auch, also deswegen... Auch die haben ja selber den Bezug zu Panhalte durch die Galaxias gestellt.

00:21:48: Die Professoren in denen sie halt diese Namen gewählt haben oder kurz zwei D-Zonter.

00:21:52: Sie

00:21:52: können nicht gefährlich sein?

00:21:54: Ja, oder sie sind halt gefährlich, können die schon sein.

00:21:57: aber das sind halt Menschen, die die gleichen Interessen verfolgen wie wir.

00:22:03: Weil es war jetzt sozusagen der erste Begegnung mit dem Quantencomputer.

00:22:06: Genau!

00:22:07: Das ist auch ein Buch wirklich, Der Erste Begegnen Mitem Quanten Computer taucht er noch nicht auf, ja.

00:22:12: Wie

00:22:13: herausfordernd ist denn das zu beschreiben was es nicht gibt?

00:22:16: Also es gibt ja kein Computer nur mit hunderttausend.

00:22:22: und übrigens diesen kleinen Chip den haben wir sogar in der Agentur umstehen.

00:22:26: also es gibt diesen kleinen chip schon paar Kubits gerade bespielen und nicht hunderttausend.

00:22:34: Also es gibt Abbildungen, also das geht was wirklich schwierig war.

00:22:40: zum Beispiel halt da kann ich jetzt auch jetzt wiederholen, was dieser Elias sagt.

00:22:48: Wie

00:22:49: dieses Ding funktioniert?

00:22:50: Also das ist dann wirklich Wissen dass ich mir aus der Agentur hole und einfach eins zu eins übernehmen und glauben muss.

00:23:00: Wo es Menschen bei der Cybercrew gibt, die es tatsächlich verstehen.

00:23:02: In Hinweis übrigens noch dieses Emo-Control, die Technologie, die du da beschrieben hast mit dem Raum vom Quantencomputer abgesichert ist.

00:23:10: Darin wird er tatsächlich gearbeitet, und wir hatten in Folge neun hier den Henrik Graubner von der Bundesdruckerei zu Gast, der die Augenbewegung tatsächlich erforscht hat.

00:23:19: Spannend!

00:23:19: Genau also in dem Anwendungsfall, den ich jetzt da beschrieben habe... Da gibt es das noch nicht aber an der Technik wird geforscht um sichere Zugänge zu gewährleisten.

00:23:29: in Zukunft ja

00:23:30: Und in Zukunft sehe ich auch hier die nächste Folge am zwei und zwanzigsten Oktober.

00:23:33: Anna Rahm trifft einen weiteren CEO.

00:23:35: Mal gucken ob das

00:23:36: auch so ein.

00:23:37: Ja, das ist überhaupt kein Tech-Pro.

00:23:40: Mal sehen!

00:23:40: Ist das schon auf den Privatraten?

00:23:42: Und davor gibt es noch eine reguläre Folge am achten Oktober von Per Andertag durch den Cyberraum und darin geht's um Forschungssicherheit wie man Wissenschaft, Erkenntnisse, Patente wissenschaftlich schützen und sichern kann.

00:23:53: Jens Danke fürs hier sein.

00:23:55: Ja danke für die Einladung.

00:23:56: Und jetzt zurück was auch zur hellen Seite der Sätze rein ins Holodeck und weiter schreiben wir hören uns in vier Wochen fragen wir immer podcastetcyleagentur.de.

00:24:04: Danke fürs zuhören.

00:24:10: Der Podcast der Cyberagentur.

00:24:13: Per Anhalter durch den Cyberraum Forschung für übermorgen.