Kryptokalypse 1/10: Der perfekte Ton

Shownotes

In dieser besonderen Folge von „Per Anhalter durch den Cyberraum“ startet eine neue Hör-Serie: „Kryptokalypse“, der Near-Future-Roman der Cyberagentur von Jens Hüttenberger. Das Besondere: Ihr könnt exklusiv in den entstehenden Roman reinhören — noch bevor das Buch fertig geschrieben oder veröffentlicht ist. In insgesamt 10 Folgen erscheint ab jetzt jeden Monat ein neuer Ausschnitt aus „Kryptokalypse“, begleitet von Gesprächen über Figuren, Schreibprozess, Technologie und die wissenschaftlichen Ideen hinter der Geschichte.

Zum Auftakt lernen wir Anaram kennen, eine der beiden Hauptfiguren. Über ihre Leidenschaft für Musik und Gesang öffnet sich ein ungewöhnlicher Zugang zu Physik, Wellen, Momenten — und zu den großen Fragen hinter dem Roman: Was passiert, wenn Quantentechnologie unsere digitale Sicherheit herausfordert? Jens Hüttenberger erzählt außerdem, warum Musik für ihn eine passende Metapher für Quantenphysik ist, wie er seine Figuren entwickelt und wie aus wissenschaftlichen Themen literarische Szenen werden.

Warum ein Near-Future-Roman der Cyberagentur? Das haben Host Marcel Roth und Autor Jens Hüttenberger in der Folge vom 09.04.2026 besprochen: Es geht um Science-Fiction, Near-Future-Erzählungen und die Entstehung des Romans:[https://cyberraum-podcast.podigee.io/20-science-fiction-roman]

Kontakt Fragen an Jens oder an das Podcast-Team?Schreibt gern an: podcast@cyberagentur.de

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00:00:04: Der Podcast

00:00:05: der Cyberagentur.

00:00:07: Per Anhalter

00:00:08: durch den Cyberraum,

00:00:11: Forschung für übermorgen.

00:00:15: Zuwachs bei per Anhalte durch den cyberraum.

00:00:17: wir haben ein neues ja podcast baby und der stolze papa heißt jens hüttemberger.

00:00:22: hi Jens.

00:00:23: Ja

00:00:23: hallo Marcel

00:00:24: oder bist du die mama?

00:00:26: Oder bin ich die mama?

00:00:27: was kann das jetzt alles ein bisschen kompliziert vielleicht

00:00:29: geburtshelfer

00:00:31: Jens, du warst schon in Folge zwanzig hier im April.

00:00:34: Denn du bist Autor bei der Cyberagentur und schreibst einen Science-Fiction-Roman – ein near future Roman!

00:00:39: Und als wir uns in den Aprilfolge unterhalten

00:00:41: haben,

00:00:42: haben wir schon so eine Idee gehabt.

00:00:43: Wir wollen sozusagen mehr aus dem Buch hören ja?

00:00:45: Das machen wir jetzt und es wird ne wirklich exklusive Sache denn Du schreibest noch an dem Buch.

00:00:50: das ist also noch nicht fertig, noch nicht gedruckt aber trotzdem hört ihr eben jetzt Kryptokalypse der nahezukunft Roman der Cyber Agentur.

00:00:58: Und weil wir hier Fans von Donnerstag sind, hört ihr uns immer am vierten Donnerstag im Monat jeweils mit einem Ausschnitt aus dem Roman der in der Cyber Agentur entsteht und Jens erzählt uns was er sich dabei gedacht hat.

00:01:10: Was das schwierig vielleicht beim Schreiben ist?

00:01:11: Warum hast du erzählt wie es erzählt?

00:01:13: Was die Technologie dahinter ist?

00:01:15: Ihr seid also ein bisschen hautnah dabei wie ein Science-Fiction-Roman, ein Near Future-Romant entsteht Wie wir in der Aprilfolge sozusagen schon gelernt haben.

00:01:22: quasi eine Unterart von Science Fiction haben wir gelernt und Krypto-Kalypse nennen wir das Ganze jetzt.

00:01:28: Jetzt wird es am Ende auch über den Buch stehen?

00:01:30: Das wissen wir zu dem Zeitpunkt noch nicht.

00:01:31: Das ist der Arbeitstitel, den Namen habe ich bei der Recherche ein paar Mal gesehen und er kam nicht so häufig vor.

00:01:39: In der Regel das Problem, was ich beschreibe, wird meistens als Q-Day bezeichnet.

00:01:44: Das war mir aber irgendwie vielleicht schon zu abgetroschen oder er kam so häufig hervor... Apokalypto-Kryptografie.

00:01:54: So ein Kofferwort und das hat mir einfach gut gefallen, an dem Wort konnte ich so ein bisschen die Geschichte auch aufhängen.

00:02:00: Das

00:02:00: ist jetzt der Stempel da drauf ist?

00:02:01: Damit arbeiten wir erstmal genau!

00:02:03: Hier gibt es also Ausschnitt zu hören quasi wie so einen Hörbuch bevor das gedruckte Buch erscheint.

00:02:10: Und ein kleiner Service für euch wenn ihr ganz schnell zum jeweiligen Hörbuch ausschnitten springt wollt, das geht ja in jeder Podcast App mit einem Klick auf den entsprechenden Kapitel Link in den Schaunuts kann man nämlich so einrichten ist total spannende Technologie.

00:02:22: Aber das empfehlen wir natürlich nicht Jens, glaubt keinesfalls.

00:02:25: Wir haben ja spannende Dinge zu erzählen also vor allem du Jens.

00:02:28: Lass uns am Anfang nochmal ganz kurz hier wirklich jetzt gleich reinhören.

00:02:30: was macht denn für dich einen guten Zwicktschnurmann aus?

00:02:33: Was macht ein guten Zicktschnurtman aus?

00:02:35: Also weil er per Definition in der Zukunft spielt würde ich sagen soll er Möglichkeitenräume öffnen und zwar für den Leser aber auch für die Gesellschaft oder natürlich auf dem Autor der ja auch am Anfang nicht weiß dass er am Ende rauskommt.

00:02:52: Und da er Möglichkeitenräume eröffnet, würde ich sagen muss ja auch so eine philosophische Komponente haben in dem er Fragen stellt wie wir leben wollen und wie wir erleben werden.

00:03:04: Diese Fragen kann er beantworten oder zumindest anreißen.

00:03:08: Das sollte im Guterseins zwischen Roman auf jeden Fall machen.

00:03:12: So Jens große Premiere jetzt?

00:03:14: Du hast schon mehrere Bücher geschrieben, gab es auch schon Homo?

00:03:16: Hörbuch gab es noch nicht, nein.

00:03:18: Aber Lesungen hast du schon

00:03:19: gemacht?

00:03:20: Ja, aber selbst ja.

00:03:21: Zwei Sätze welchen auch schon hören wir jetzt und warum?

00:03:24: Also wir fangen relativ am Anfang des Buchs an.

00:03:28: Erstens kenne ich das Ende selber noch nicht und hab's dann noch nicht geschrieben und zweitens macht es Sinn mit den Figuren anzufangen würde ich sagen Wir haben in der letzten Folge habe ich ja schon erzählt dass wir zwei Protagonistinnen haben Und wir hören jetzt einer von den beiden Protagonistinnen, weil genau sie für das Buch von großer Bedeutung sein wird.

00:03:48: Wir

00:03:48: müssen hier mal warten!

00:03:48: Du hast es noch nicht gehört?

00:03:50: Ich hab's auch noch

00:03:51: nicht gehört.

00:03:52: Ja.

00:03:53: Wie aufgerichtet bist du?

00:03:54: Schon ein bisschen...

00:03:55: Dann schauen wir mal!

00:04:00: Zu ihrem sechsten Geburtstag bekam Anna Rahmen das schönste Geschenk ihres Lebens.

00:04:05: Es führte sie dahin wo sie heute war Auch wenn das damals weder sie noch ihre Eltern ahnen konnten.

00:04:12: Sie schenken ihr eine Spiele-App zum Gesangstraining.

00:04:16: Das Geschenk war nicht ganz uneigennützig, denn Anna Rahm sang bei jeder Gelegenheit.

00:04:21: Wenn sie in der Badewanne war, allein in ihrem Kinderzimmer spielte, auf der Straße vor sich hin träumte oder sich am Esste schlangweilte.

00:04:29: Selten traf sie einen Ton – das war ihr gleich!

00:04:33: Fehlende Nionsen gleg sie durch Lautstärke aus.

00:04:37: Bis zu diesem Geschenck hatte sie nie über die Natur des Tons nachgedacht.

00:04:41: Sie war ein Kleinkind.

00:04:43: Ton und Wort, Melodie und Lautstärke waren für sie eins.

00:04:48: Sie mussten erzeugt

00:04:49: werden.".

00:04:50: Warum?

00:04:51: Die Frage stellte sich nicht.

00:04:54: Auch im Laufe der Jahre weigerte sie sich, sie zu beantworten – vor sich selbst, vor Freunden!

00:05:00: Es sei eine sinnlose Frage die die Grenzen der Sprache weit überschreite.

00:05:05: Musik im Allgemeinen und Singen in besonderen Geschehen aus einem inneren Drang heraus.

00:05:11: Sie seien eine Tatsache, die es nicht zu überprüfen galt.

00:05:15: Metaphysik in ihrer wahrsten Form.

00:05:18: Jede Annäherung könne den Zauber zerstören und diesbezügliche Forschung brechte keinen Erkenntnisgewinn.

00:05:26: Über den perfekten Ton dachte sie seit dem hingegen oft nach – seit über dreißig Jahren!

00:05:33: Zu erst aus spielerischem Ehrgeiz.

00:05:36: Sie wollte Level für Level aufsteigen den diktatorischen Algorithmus der Gesangs-App besiegen, der zwischen richtig und falsch entschied diesen anonymen Gegner schlagen.

00:05:46: Es ihm zeigten?

00:05:48: Später?

00:05:49: Sie nahm seit sie acht Jahre alt war Gesangsunterricht und trat einem Kur bei interessierte sich sehr für die Erzeugung.

00:05:57: Mit welcher Atemtechnik und Stütze erzählte sie?

00:06:00: einen gleichmäßigen Luftstrom?

00:06:03: Wie weiterte sie am besten den Mundraum um einen hellen strahlenden Klang zu erzeugen?

00:06:09: Monatelang arbeitete Anna Rahm an ihrer Körperhaltung.

00:06:14: Noch vertragter empfand sie den Tonansatz, jenen Augenblick in dem der Luftstrom auf ihre Stimmlippen traf.

00:06:23: Hierbei ging es weniger um ihren biologischen Körper als um ihr Gespür.

00:06:28: Was klang besser?

00:06:30: Ein weicher oder harter Tonanschlag – ein sanftes Glissando oder ein abrupter Sprung?

00:06:38: Am Ende der Möhren stand irgendwo im Raum einen Ton, der Welle und Punkt zugleich war!

00:06:44: Er ließ sich nur im Moment festhalten, wenn er sich festhalten liess und klang an jeder Stelle im Raum anders.

00:06:53: Die Frage des Festhaltens beschäftigte Anna Rahm seit Jahren – und sie hatte noch keine zur Friedenstellende Antwort gefunden!

00:07:00: Beim Gesang gab es für sie niemals beides zugleich den exakten Ton UND den exaktem Moment.

00:07:08: Technisch ließ ich ein Ton mühelos einfangen und physikalisch als einzelne Schwingung verstehen aber niemals seine Intention Seine Faube, sein Gewicht, seinen Willen und seinen Mut.

00:07:21: Und ein Ton ohne Kontext!

00:07:23: Kein Violetta Sembre-Libera, kein der Hölle.

00:07:27: Rache kocht in meinem Herzen aus der Königin der Nacht, kein Back to Black von Amy Winehouse Ein Punkt im Nichts.

00:07:38: Jeder Gesangstohn schwang in der Zeit und stand im Raum.

00:07:42: Er war da und wieder weg Immer im Puls und Ort zugleich.

00:07:47: Jeder musikalische Schwingung interagierte mit anderen Tönen, Mit dem Konzertsaal der Sängerin und den Zuhörern.

00:07:56: So entstanden die schönsten Wellen der Welt – das Meer nichts dagegen!

00:08:02: Gesang war angewandte Physik doch Physik, die immer ein Mysterium enthielt.

00:08:09: An diesem Morgen sang sie im wunderschönen Monat Mai von Robert Schumann Auch wenn der Mai nur noch eine blasse Erinnerung war und die besungenen Knospen in der Sommerhitze, die Sachsen-Anhalt seit einigen Wochen im Griff hatte, längst vor dort waren.

00:08:24: Doch dieses kleine Lied – Die Vertonung von Heinrich Heines wenigen Zeilen erfreute ihr Herz seit ihrer Jugend.

00:08:32: Das unbestimmte in ihm das Gedicht drückte Leidenschaft und Melancholie zugleich aus.

00:08:39: Schumanns Musik unterstricht die Ambivalenz Und das machte das Singen so interessant.

00:08:48: Diese zwei Strophen, streng parallel aufgebaut.

00:08:52: Musikalisch wurde Fist-Dur zu H-Moll, zu A-Duer dann zu D-Duur – textlich als halber Kreuzraum angelegt abcb in dem eine weibliche stets der männlichen Kadenz folgte, vereinten für Anaram alles was das Leben ausmachte.

00:09:09: Das undurchdringbare und unbegreifliche in einer scheinbar geordneten Welt!

00:09:15: Alles schien verbunden und doch trennbar.

00:09:19: Der Wechsel zwischen Duer-und-Moll, die Doppelbödigkeit der Worte verdeutlichten ihr das Liebe und Schmerz, Hoffnung und Zweifel, Erfolg und Scheitern immer Geschwister waren.

00:09:33: Jedes Wort und jede Note ließen ihr unendlich viele Spielräume – sie musste sich nur entscheiden!

00:09:40: Und sie konnte sich entscheiden…

00:09:43: meistens.".

00:09:46: Bevor Anna Rahm sich ans Klavier setzte, auf dem sie sich selbst begleitete hatte sie es sich zur Aufgabe gemacht ihre Gefühle zu erfassen.

00:09:55: Es war eine Art Spiel.

00:09:57: ihr Sohn würde Challenge sagen.

00:09:59: Sie wollte sich den Gefühlen nicht hingeben sondern sie beeinflussen.

00:10:04: Es galt nicht Liebe Schmerz zu manifestieren Freude zu erhöhen Sehnsucht oder Wonne anzufeuern.

00:10:11: es galt sie zu steuern.

00:10:14: Nicht immer gelangt ihr das.

00:10:16: Manchmal waren ihre inneren Kräfte zu stark.

00:10:19: Melancholedi, die sie beim Aufwachen verspürte, ließ sich nicht ein gespanntes Entgegenfiebern drehen – unbändige Freude über das schöne Wetter oder das Lächeln ihres Kindes nicht in sehnsuchtsvolle Verzweiflung verwandeln.

00:10:36: Ob ihr Gegner in diesem Spiel ihre eigene Unzulänglichkeit oder die dickfällige Behaarlichkeit der Hormone war, blieb ihr unklar.

00:10:45: Sie begnügte sich damit dass der Anspruch immer den gewünschten Zustand zu erreichen unmenschlich sei.

00:10:53: An diesem Morgen klappte es!

00:10:56: Obwohl sie gerädert und schlecht gelaunt aufgewacht war, die Hitze der letzten Wochen hatte sich in ihrem Schlafzimmer festgesetzt – auch nachts zeigte das Thermometer knapp dreißig Grad an so daß sein gesunden Schlaf kaum zu denken war, sang sie einen klaren wunderschönen Monat Mai, der freudige Erwartung ausdrückte.

00:11:16: Der Tag konnte kommen.

00:11:18: Anna-Ram beendete ihre morgendliche Musikübung.

00:11:22: Sie stieg die Kellertreppe hoch und ging in die Küche.

00:11:26: Ihr Mann hatte bereits das Haus verlassen, und ihren Sohn in die Schule gebracht.

00:11:31: Sie setzte einen Tee auf und schob ein Tiefkühlcrosson in die Mikrowelle.

00:11:36: Ein Blick auf Ihre Smartwatch verriet ihr – dass keiner etwas von ihr wollte!

00:11:41: Sie konnte in Ruhe frühstücken und die Nachrichten lesen.

00:11:45: Nachdem der Tee durchgezogen und das Crosson warm war, setzte sie sich an den Küchentisch schmierte Himbeermarmelade auf das Gebäck und öffnete ihr Tablet.

00:11:55: Sie überflog das Politikressort, die Nachrichten hatte sie größtenteils schon am Vorabend mitbekommen, übersprang den Sportteil – etwas langweiligeres als Leibesübungswettkämpfe gab es nicht!

00:12:08: Und pickte sich ein paar Nachrichten aus dem Panorama-Tall heraus.

00:12:12: Nicht dass sie sich besonders für die Liebschaften, Scheidungen und Diäten von Prominenten interessierte aber sie sah es als ihre Pflicht an, Smalltalk fähig zu sein Wie sie es nannte.

00:12:23: Schließlich scrollte sie weiter herunter, scannte die Überschriften in Wirtschaft und Wissenschaft... ...und ihr Blick verharrte von einer Sekunde zur nächsten.

00:12:34: Einhundert Tausend!

00:12:36: Es war soweit.

00:12:38: Auf diese Nachricht hatte sie jahrelang

00:12:40: gewartet.".

00:12:45: Und da haben wir natürlich einen Cliffhanger jetzt?

00:12:47: Was macht das erste Mal gehört jetzt?

00:12:48: Ja wirklich zum ersten mal gehört.

00:12:50: und ja ich bin... Das ist krass ne?

00:12:52: Ist wirklich krass also klingt natürlich noch anders wie wenn's dir was schreibt.

00:12:57: Ich bin sehr zufrieden, muss ich sagen.

00:12:59: Du hast

00:12:59: auch ganz andächtig gelauscht?

00:13:01: Ganz toll was unsere Sprechern die Lüder Herms daraus

00:13:04: gemacht hat.

00:13:04: Absolut also großes Kompliment!

00:13:07: So

00:13:08: eine Hauptfigur ist also anderen.

00:13:10: ja bisher wirst du mir nur singt gern.

00:13:13: Ich warte so ein bisschen immer noch auf Technologie ehrlich gesagt.

00:13:16: aber das ist glaube ich mein Problem.

00:13:18: Ja, das war glaube ich eher mein Problem.

00:13:20: Deswegen singt sie gerne.

00:13:22: Ich hatte ja in der letzten Folge schon gesagt dass ich jetzt kein Mathematiker und kein Physiker bin Und da habe ich natürlich mich gefragt wie ich an diese Figuren herangehe und ich hab Analogien oder Metaphern gesucht.

00:13:37: Da ich ein großer Freund der Musik bin kam die Musik in den Sinn da sie auch sehr viel physikalisches hat was wir hier so ein bisschen im Text durchschimmert und habe versucht das zu übertragen.

00:13:49: Und wer jetzt sich in Quantenphysik auskennt, der wird auch paar Parallelen finden die ich da versteckt habe.

00:13:59: Ich habe einen gefunden, ein Noten die sozusagen sich dann irgendwann erst entscheiden wie sie kriegen.

00:14:04: Genau also dass zum Beispiel eine Note die sich erst entscheidet oder Wellepunkt ist sicher eine Sache die jeder QuantenPhysiker sofort merkt, die man vielleicht nicht sofort mit der Musik verbinden würde.

00:14:16: Meistens würde man ja sagen, es sind Wellen oder Schwingungen in der Musik und nicht dass ein Punkt irgendwo im Raum steht.

00:14:21: Und solche Sachen habe ich da eingearbeitet die man lesen kann wenn man sie möchte als Hinweis zu können für sie aber nicht unbedingt muss.

00:14:29: Was ich mich als Journalist irgendwie von Haus aus bin Frage wenn ich so was schreiben würde ist mir sozusagen die Handlung eigentlich wichtiger?

00:14:36: Oder sind wir die Figuren wichtiger?

00:14:38: also was ist zuerst da?

00:14:42: Ja, das kann man glaube ich gar nicht so richtig trennen.

00:14:44: Also das hatte ich auch glaube ich letztes Mal schon angedeutet dass ich mir verschiedene Figuren zuerst ausgedacht habe.

00:14:53: Ich hatte aber zum Beispiel auch einen klassischen Cyberkriminellen oder ausländischen Agenten und so weiter skizziert Und hab dann überlegt was ich sagen möchte.

00:15:03: in diesem Buch Da ich ja verschiedene Perspektiven einnehmen möchte kam irgendwie zwei Frauen dabei raus wo ich einfach dachte, diese beiden Frauen können am meisten erzählen was ich sagen möchte.

00:15:16: Diese Figuren habe ich dann weiterentwickelt und anhand dieser Figuren entwickelt sich jetzt auch die Handlung weiter.

00:15:21: also...

00:15:22: Und was heißt entwickeln?

00:15:23: Also wenn ich sage okay wir haben jetzt einen anderen Rahmen

00:15:25: da

00:15:27: sie singt gern und also wie setzt man sich aus Auto hin und sagt was könnte die noch machen?

00:15:31: Wo könnt ihr sie wohnen?

00:15:32: Wie könnte Ihr Tagesablauf absehen?

00:15:33: Genau!

00:15:35: Ich glaube ich habe versucht in diesem Text deutlich zu machen also ohne es direkt auszusprechen dass die ja sehr detaiverliebt ist.

00:15:43: Also deswegen auch solche, also zum Beispiel bei dem Schumann Passage auch wirklich gesagt hat welche Noten das sind und so weiter einfach nur zu sagen die ist detai verliebt sie kann sich in sowas reinfuchsen die ist nicht so oberflächlich.

00:15:57: ich wollte ja als eine Figur darstellen die halt auch mit einer gewissen Ernsthaftigkeit Wissenschaftlichkeit an solche Dinge herangeht.

00:16:04: also arbeitet ihr auch sehr wissenschaftlich eigentlich innerhalb der Musik-Jaws.

00:16:09: Also das sollte vermittelt werden und das spielt natürlich auch in der weiteren Handlung eine große Rolle, dass sie halt jetzt da eine führende Kraft ist im Bereich der Quantentechnologie.

00:16:20: Und dann klar solche klassischen Sachen ist die verheiratet hat ihr ein Kind?

00:16:23: wo wohnt die?

00:16:25: wie sieht sie aus?

00:16:26: Das will ich jetzt gar nicht so explizit darstellen, das mache ich nicht so gern als Auto.

00:16:30: Es gibt ja welche die ganz viel erzählen was sie anhaben.

00:16:34: Ich finde man kann das machen wenn das aussehen für den Charakter eine Rolle spielt dann schon also das kommt auch in dem Buch später.

00:16:43: gerade Nebenfiguren.

00:16:44: da werde ich ganz häufig mal kurz erwähnen wie die aussehen.

00:16:47: nur jetzt bei diesen Hauptfiguren finde ich das nicht so relevant.

00:16:49: die sollen eigentlich durch ihre Charaktereigenschaften gekennzeichnet werden und weniger durch eure Überfläche.

00:16:55: Über die hunderttausend willst du sicherlich noch nichts sagen.

00:16:57: Was jetzt so seit der Cliffhanger am Ende war?

00:16:59: Nein, also genau das ist der erste Cliffhänger.

00:17:02: da werde ich natürlich nicht sagen was es in einer nächsten Folge das wissen wir ja schon kommt.

00:17:07: die zweiter wird hier eine Zweitaubfigur vorgestellt und da tauchen die Hunderttause natürlich auch nochmal auf.

00:17:12: deswegen möchte ich am Anfang jetzt nicht sagen.

00:17:15: Das ist dein gutes Recht!

00:17:16: Jens was hören wir denn an der nächsten Frage?

00:17:18: In der nächsten Folge hören wir dann Alice.

00:17:20: das ist sozusagen die zweite Protagonistin.

00:17:24: Man könnte Gegenspielerin sagen, aber eigentlich stimmt das nicht so richtig.

00:17:27: Aber das kann man sicher sagen sehr ähnlich aufgebaut ist der Text.

00:17:31: nur sie hat eine andere Leidenschaft.

00:17:32: Ich habe es ja auch schon gelesen wo du sagst ist kein Gegenspieler muss auch offenbar gar nicht sein.

00:17:39: also normalerweise klassisch würde man jetzt sagen brauchten Helden und brauchen an die Helden.

00:17:43: genau das würde man klassisch sagen.

00:17:45: dass hab ich hier in dem Sinne Genau, es gibt jemanden, der optimistisch an die Sache rangeht und jemand, der skeptisch an diese Sache rangehnt.

00:17:55: Und natürlich werden im Verlauf des Buches miteinander interagieren müssen...

00:18:03: Die

00:18:04: herausgefordert werden?

00:18:05: Ja, aber das ist halt nicht so, hier ist er gut und da ist er böse.

00:18:08: Um Allis geht's also in der nächsten Folge am fünfundzwanzigsten Juni.

00:18:12: Krypto-Kalypse der nahezukungsromaner Cyber Agentur geschrieben von Jens Hüttenberger Und die nächste reguläre Folge von Per Anhalter durch den Cyberraum, die gibt's eben schon in zwei Wochen.

00:18:23: Jens, danke fürs hier sein!

00:18:25: Danke.

00:18:26: Und jetzt wieder rasch ins Kämmerlein.

00:18:27: Bleichstift, Spitzen und weiter schreiben.

00:18:29: wir hören uns in vier Wochen.

00:18:31: Wenn ihr Fragen an Jens habt, gern her damit podcastatcyberagentur.de.

00:18:35: Danke fürs zuhören.

00:18:36: Denkt an die Sternchen und Herzchen, die uns in euren Podcast-Apps geben könnt.

00:18:40: Danke!

00:18:52: Falschung für übermorgen.